The performing arts usually unfold in community, as a collective work, in a large gathering. And they depend on an even larger gathering with the audience.
WER mit WEM explores the network of relationships that can be brand new and young, but also decades old. The actions and attitudes of other people in the past and present produce reactions in life and ways of playing in art. WHO has shaped our lives, WHO shapes, subverts and inspires our society, from WHOM (or WHAT) would we rather keep our distance, and to WHAT (or WHOM) should we get closer?
For the 8th edition of MADE, eight productions present very different approaches to dealing with the WHO. They get up close and personal with the audience, transforming themselves into an animalistic WHO. We gain deep insights into the current WHO of the artists and their historical WHO, which reveals family secrets. Brecht is invoked as the WHO, yet refuses to be pinned down. The question of WHO or WHAT is often also a question of identity and attribution, which is constantly being redefined depending on one’s upbringing and cultural background. Do I belong? And if not, where do I belong? To whom or what do I owe my unwavering loyalty? Or it describes the escape to paradise, which also means a search for security and trust. Typically German phenomena such as the Zapfenstreich and the Oktoberfest are examined as established traditions, but nationalism as a whole is also scrutinised. And the WHO, i.e. the artists? They really give their all: physically, sensitively, humorously, openly, profoundly… they reach out to us and invite us to accompany them on their artistic journey. Shall we go with them?
Die Darstellenden Künste entfalten sich per se zumeist in Gemeinschaft, als Kollektivwerk, in einem großen Miteinander. Und bedingen sich in einem noch größeren Miteinander mit den Zuschauer:innen.
WER mit WEM fragt nach dem Beziehungsgeflecht, welches ganz frisch und jung, aber auch jahrzehntealt sein kann. Handlungen und Haltungen anderer Menschen in Vergangenheit und Gegenwart zeitigen Reaktionsweisen im Leben und Spielweisen in der Kunst. WER hat unser Leben geprägt, WER gestaltet, unterwandert, inspiriert unsere Gesellschaft, zu WEM (oder WAS) möchten oder sollten wir lieber auf Abstand gehen, auf WAS (oder WEN) uns näher einlassen?
Zur 8. MADE.Ausgabe zeigen 8 Produktionen ganz unterschiedliche Ansätze in der Auseinandersetzung mit dem WEM. Sie rücken dem Publikum auf die Pelle und verwandeln sich dabei selbst in ein tierisches WER. Wir erleben tiefe Einblicke in das aktuelle WER der Künstler:innen und ihrem historischen WEM, welches Familiengeheimnisse offenbart. Brecht wird als WEM herangezogen und will sich doch nicht greifen lassen. Das mit WEM oder WAS ist vielmals auch eine Frage der Identität wie der Zuschreibung, die sich je nach Prägung und Kulturraum stets neu stellt. Gehöre ich dazu? Und wenn nicht, wo gehöre ich dann hin? WEM oder WAS gilt meine unverbrüchliche Loyalität? Oder es beschreibt die Flucht ins Paradies, welches auch eine Suche nach Sicherheit und Vertrauen meint. Dabei werden typisch deutsche Phänomene wie der Zapfenstreich und das Oktoberfest als feste Traditionen, aber auch Nationalismen insgesamt einer Untersuchung unterzogen. Und das WER, also die Künstler:innen? Sie geben wirklich alles: körperlich, sensibel, humorvoll, offenherzig, tiefgründig … strecken sie uns ihre Hand zu und laden uns ein, sie auf ihrem künstlerischen Spaziergang zu begleiten. Gehen wir mit?!
