UND WIR HATTEN DOCH SCHON GELASSENHEIT GEÜBT • TNT

Schauspielperformance, MADE in Marburg

Frankfurt • PRODUKTIONSHAUS NAXOS • Samstag 23.05. • 20:00
Darmstadt • STAATSTHEATER – Kammerspiele • Sonntag 31.05. • 19:30

Da sind zwei Männer und ihre seltsamen Kostüme: eigentlich wollen sie erreichen, dass die Leute vergessen können wie Seufzen geht. Nicht nur. Aber auch. Vielleicht sollten sie einfach mit etwas Lustigem anfangen. Wenn das nämlich funktioniert, … sagt der eine. Aber einen Witz über Deutschland will er dann doch lieber nicht erzählen. Zwei Männer, die die Frage umtreibt, wo es hingehen wird mit diesem Deutschland. Zwei Männer, die zwar nicht immer auf verlorenem Posten sind, dafür aber oft zwischen allen Stühlen. Zwei Männer und ihre Versuche, sich irgendwie zurecht zu finden. Außerdem: Josephine Baker, deutsche Goldmedaillen, der Feldhase, die Realität, Boxer, denen der Titel aberkannt wurde, ein Rittergut, auf dem man weiß, was deutsch ist, eine anschlussfähige Provokation, ein misslungenes Lieblingsgedicht, junge schwarz gekleidete Menschen, die Realität, wir, ein Kasperletheater, viele Wünsche, mehrere Mutmaßungen, Geschichten von Menschen, die nicht hierher gehören, Privatflugzeuge, die Demokratie, Bekenntnisse, Bekenntnisse, Werte, die alle zu teilen haben, ohne Wenn und Aber. Ach ja, und Vielfalt. Muss man aber aushalten, sagt einer der beiden Männer.

DAUER • ca. 90 Min.

TEXT • Rolf Michenfelder (unter dankbarer Verwendung von Inspirationen, Gedanken und Worten von Carolin Emcke, Sasha Marianna Salzmann, Fatma Aydemir, Navid Kermani, Deniz Utlu, Mithu Sanyal, Margarete Stokowski, Rio Reiser. Außerdem von Max Schmeling, Ludwig Heymann, Friedrich Merz. Und leider auch von Götz Kubitschek, Martin Sellner, Björn Höcke) INSZENIERUNG • Rolf Michenfelder MIT • Nisse Kreysing & Rolf Michenfelder MUSIK • Ryuichi Sakamoto LICHT & TON • Felix Schwarzrock BÜHNE • Rolf Michenfelder & Siggi Ulm KÜNSTLERISCHE MITARBEIT • Kristin Gerwien ÖFFENTLICHKEITSARBEIT • Anna Bobrovskaia

Foto © Georg Kronenberg