Lecture-Performance, MADE in Frankfurt
Offenbach • THEATERATELIER 14 H • Donnerstag 28.05. • 11:00 Uhr / 20:00 Uhr • TICKETS
Darmstadt • THEATER MOLLER HAUS • Samstag 30.05. • 20:00
»Über das Unbehagen zu wohnen stellt Fragen der Identität, die weit über den Kreis der Familie hinausgehen.« (FAZ)
Eleonora L. Herder erforscht die verdrängten Echos ihrer Familiengeschichte. Ihr Urgroßvater war hochrangiger Nationalsozialist, der andere musste als Jude ins Exil fliehen. Dass sich später ihre Nachkommen verliebten, markierte den Beginn einer tragischen Familienodyssee, geprägt von Schweigen und psychischen Erkrankungen – eine Reise, die über Como, Rom und Barcelona bis nach Santa Barbara in Kalifornien führte. Über zehn Jahre lang trug Herder über 200 Dokumente zusammen und konfrontierte sich mit dem, was unausgesprochen blieb. In einer intimen Salonatmosphäre mit Flügel, Diaprojektoren und Tee entfaltet sich eine alternative Perspektive auf deutsch-jüdische Identität. Das Publikum wird eingeladen, gemeinsam den offenen Bruchstellen der Erinnerung nachzuspüren.
Diesen Plot kann nur das Leben schreiben. Eine Geschichte über das Land, über Traumata, über Schweigen und Hartnäckigkeit. Eine Ermutigung zur Recherche: Augen auf und nachgefragt – immer noch.
– MADE.Jury
DAUER • ca. 90 Min.
PERFORMANCE • Jonas Harksen, Liese Lyon und Lela Herder KLAVIER • Jonas Harksen TEXT UND REGIE • Eleonora Herder DRAMATURGIE UND RECHERCHE • Tim Schuster CREATIVE PRODUCER • ehrliche arbeit – freies Kulturbüro BÜHNE, KOSTÜM UND LICHTDESIGN • Marina Rengel Lucena SOUNDDESIGN UND MUSIKALISCHE BERATUNG • Jonas Harksen VIDEO • Ayla Pierrot PRODUKTIONSASSISTENZ • Martin Heise TEXT U.A. ENTSTANDEN ANHAND VON INTERVIEWS MIT • Beatrice Magnus, Dieter Schnebel, Balbine Marschall v. Bieberstein, Marina Vicaro, Petra Elten, Shirin Botas, Daniel Marschall v. Bieberstein, Stefanie Alexander und Isabelle Marschall v. Bieberstein
FÖRDERUNG UND UNTERSTÜTZUNG • Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Rudolf Augstein Stiftung sowie Fonds Darstellende Künste im Programm Produktionsförderung aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Foto © Miguel Hernandez

